Anforderungen an Teilnehmer eines Motorsägenkurses

Folgende Punkte sind bei einem Motorsägenkurs zu beachten

  • Auf den Motorsägenkursen ist eine vollständige und funktionstüchtige persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu tragen. Diese kann auch vom Kursanbieter gestellt werden.

Die persönliche Schutzausrüstung (PSA) besteht aus:

  • Ein Helm mit Gesichts- und Gehörschutz (eine Schutzbrille kann gerne zusätzliche getragen werden, ersetzt aber nicht den Gesichtsschutz; ein Schutz des Gehöres kann auch mit Gehörstöpseln oder einem Bügelgehörschutz erreicht werden)
  • Schutz­hand­schuhe
  • Schnitt­schutz­hose
  • Sicher­heits­schuhe mit Schnitt­schutz­einlage und Stahlkappe
  • Im Idealfall tragen Sie während des Kurses eine Jacke für die Waldarbeit. Diese sollte in auffälligen Warnfarben gehalten sein. Alternativ kann dies auch mit einer Sicherheitsweste erreicht werden.
  • Einem kleinem Verbandspäckchen das an der Person getragen werden kann
  • Das Mindestalter der Kursteilnehmer ist 18 Jahre. (in Anlehnung an das Jugendarbeitsschutzgesetz §22)
  • Manche Anbieter bringen Motorsägen für alle mit, manche bevorzugen es, wenn Sie mit Ihrer eignen Säge arbeiten. Ob Sie Ihre eigene Motorsäge benötigen erfahren Sie von Ihrem Kursanbietenden. In jedem Fall ist eine funktionstüchtige Motorsäge zu verwenden. Insbesondere die Sicherheitseinrichtungen (nach aktuellem Standard) müssen vorhanden und funktionstüchtig sein.
  • Die Motorsäge ist mit biologisch abbaubaren Kettenhaftöl und Alkylatbenzin (Sonderkraftstoff) zu betreiben.
  • Der Teilnehmer darf nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen stehen.
  • Eine körperliche und geistige Gesundheit sind Grundvoraussetzung zur Teilnahme an einem Motorsägenkurs. ((in Anlehnung an die „Regel Waldarbeiten“ (GUV-R 114-018).
  • Denken Sie bei der Bekleidung auch an das Wetter! Wird es kalt? Soll es regnen? Vielleicht sogar schneien? Kleiden Sie sich entsprechend! In der Regel werden Kurse nicht unter- oder gar abgebrochen, nur weil es ein wenig regnet.

Für die Einhaltung der oben genannten Punkte ist der Instruktor verantwortlich. Der Instruktor eines Motorsägenkurses hat die Pflicht auf die Einhaltung dieser Punkte zu achten. Gegebenfalls hat es das Recht Kursinteressenten die Teilnahme am Kurs zu verwehren, oder Kursteilnehmenden die weitere Teilnahme am Kurs zu versagen.

  • Es ist kein offizieller Bestandteil Ihrer PSA, dennoch: Stecken Sie Ihr Telefon ein und lassen Sie es nicht im Auto oder am Kraftstoffkanister zurück! Prüfen Sie, ob Ihr Akku ausreichend geladen ist! Prüfen Sie vor Kursbeginn oder Arbeitsaufnahme im Wald, ob Sie Empfang haben! Wenn nicht, prüfen Sie, wo die nächste geeignete Stelle zum telefonieren ist! Kennen Sie den nächstgelegenen Rettungspunkt? Ihr Instruktor oder Revierleiter bestimmt, fragen Sie ihn und/ oder verwenden Sie die App „Hilfe im Wald“! Diese können Sie bei "Google Play" kostenfrei herunterladen.

Welcher Motorsägenkurs?

Entscheiden Sie sich für einen Motorsägenkursanbieter, der das KWF Gütesiegel für Motorsägenkursanbieter führt. Nur so können Sie sicher sein, das es sich um einen bundesweit einheitlichen Motorsägenkurs handelt, der von einem fachlichen und pädagogisch geeigneten Instruktor angeboten wird. Die einheitliche Teilnahmebescheinigung, die bei Verlust dank persönlicher Identifikationsnummer wieder erstellt werden kann, ist nur einer der vielen Vorteile, die Sie haben, wenn Sie auf das KWF Gütesiegel vertrauen.

Anforderungen

Privatwaldbesitzer, Brennholzselbstwerber und andere Nutzer, die Grundlagenkenntnisse für Motorsägenarbeit benötigen, verwenden Werkzeuge und Maschinen, für die professionelle Waldarbeiter eine mehrwöchige Ausbildung erfahren. Zudem halten Sie sich im Wald auf, wo sie teilweise sehr schlecht sowohl mit Handy als auch von Rettungskräften erreichbar sind. Schlussendlich ist das Holzmachen im Wald aber auch eine Tätigkeit, die Spaß machen soll und zudem eine körperliche Herausforderung darstellt.

Ein zentrales Anliegen dieses Portals MOTORSÄGENKURS.de ist, Sie mit den Werkzeugen und der Motorsäge soweit vertraut zu machen, dass Sie Kenntnis über die Gefahren und Handhabungen haben und das in dem Arbeitsfeld, das Sie zum Brennholzmachen aufsuchen werden.

Anforderungen an den MS Führer

Man muss mindestens 18 Jahre alt und körperlich sowie geistig den Anforderungen der Praxis gewachsen sein. Waldarbeit, das Holzmachen ist körperlich anstrengend, ein Meterstück Holz kann gut und gerne mal einen Zentner oder mehr wiegen, die Motorsäge wiegt 5-6 kg, der Spritkanister 7-8 kg und das Holz spalten und das Laufen in unwegsamem Gelände oder am Hang bringen einen außer Puste. Kondition ist gefragt, die Sie sich selber aneignen müssen. Kinder haben beim Brennholzmachen, auch nur zur Begleitung an der frischen Luft oder zum Helfen, keinen Platz! Dies ist keine Ausgrenzung, sondern es stellt eine Selbstverpflichtung dar, der Sie sich unterwerfen, - im Namen der Sicherheit!

Bitte bedenken Sie bei Ihren Planungen hin zum Holz machen auch die Kosten, die da auf Sie zukommen. Ihr Motorist / der Fachhandel hält Ihnen eine breite Palette von Angeboten bereit. Fragen Sie ggf. auch den Anbieter des Motorsägenkurses um Rat. Der Betrag dieser Ausrüstung kann gut und gerne den Preis der Motorsäge übertreffen. Kollegen und Bekannte, die Ihnen beim Brennholzmachen helfen, müssen Helm, Handschuhe und Sicherheitsschuhe (Stahlkappe) sowie Sicherheitsweste mit Signalfarbe tragen, um nicht Gefahr zu laufen, zu verunglücken. Ein Handy und auch die Nachricht zuhause oder bei Nachbarn, wo Sie Ihr Holz machen, kann Leben retten.

Werkzeuge und Motorsäge

Die von Ihnen eingesetzten Werkzeuge und die Motorsäge unterliegen gewissen Sicherheitsstandards, die Sie in Form des CE, GS Zeichens und der KWF Testsiegel erkennen können. Der Motorist / der Fachhandel aber auch der Kursanbieter gibt Ihnen hierzu die notwendigen Informationen. Axt und Spalthammerstiele sitzen fest, wenn Sie sie in Wasser stellen, am Abend bevor Sie sie gebrauchen. Holen Sie sich beim Motorist / Fachhändler Alkylat Sonderkraftstoff (Fertiggemisch), da dieser frei von Benzol ist und sich lange lagern lässt. Es werden handliche 5 Liter Kanister angeboten, mit der Füllstoppeinrichtung können Sie einfüllen, ohne zu verschütten. Der Kraftstoff ist teurer, aber die Vorteile für ihre Gesundheit und ihre Säge sind wertvoller. Das Kettenöl sollte ein biologisch abbaubares sein, um die Umwelt nicht zu gefährden.

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